Ein lebender Komponist zu Besuch an der Drost-Rose-Realschule

 Günther Wiesemann stellte eigene Werke vor - Donner-Büchse beeindruckte die Kinder am meisten

 Mozart und Beethoven – diese Namen fallen jedem Schüler ein, wenn von Komponisten die Rede ist. Aber die sind schon etwa 200 Jahre tot. „Gibt es denn heute noch echte Komponisten?“ - Das fragten die Kinder der Klassen 5 und 6 ganz ungläubig, als sie hörten, dass Günther Wiesemann an unsere Schule kommen und eigene Kompositionen vorstellen würde. Ziemlich gespannt warteten sie am Mittwoch, dem 02. Februar 2011,  darauf, ihn endlich zu sehen, seine Musik kennen zu lernen und sogar Fragen stellen zu dürfen. So führte Günther Wiesemann recht kindgemäß in die Stücke und ihre Besonderheiten ein und erläuterte, was den Beruf eines Komponisten ausmacht. „Was tut ein Komponist? Hat das etwas mit Komposthaufen zu tun?“, fragte er und lieferte die Antwort am Ende selbst: „Ein Komponist ist ein Musikerfinder!“

Sechs selbst geschriebene Stücke spielte Wiesemann während seines Konzertes. Ungewöhnliche Titel tragen sie: „4,5“, „Tre pezzi brevi“, „Eigenheit – Eigengesetz“, „In popos vocato“ und „All das Material“. Die Interpretationen waren Klangexperimente. Einzelne Tonfolgen reihten sich aneinander, wurden von verschiedenen Instrumenten, wie Glockenspiel, Holzblock, Congas, Triangel, Gong oder Klavier weitergeführt und verwoben sich zu neuen Einheiten. Dabei faszinierte besonders die bunte Metalldose mit der langen Feder, die das Grollen des Donners nachahmen konnte. Diese  besondere Art der Musikstunde werden die Schüler so schnell nicht vergessen!

 

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