Die UN-Friedenstaube fliegt weiter

 

Vor einiger Zeit landete die UN-Friedenstaube an unserer Schule und stellte uns vor die Aufgabe, ein neues Ziel für sie als Botschafterin  der UN-Menschenrechte zu finden.

Bei diesen Überlegungen kam uns der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Nowa Ruda / Polen in den Sinn.

Im 2. Weltkrieg musste die polnische Nation in besonderer Weise unter den Kriegswirren leiden. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Polen zum so genannten Ostblock unter der Führung der damaligen UdSSR. Erst im Zuge von Glasnost und der neuen Entwicklung nach dem Fall der Mauer befreite sich Polen von alten Zwängen und wurde auch schnell Partner in der Europäischen Union. So konnten sich die Menschenrechte  auch in der polnischen Nation zügig verwirklichen.

So wie der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer nach dem 2. Weltkrieg der Meinung waren, dass sich die Freundschaft zwischen zwei Nationen auf Dauer nur durch die Jugend verwirklichen lässt und daher den deutsch-französischen Jugendaustausch ins Leben riefen, so kann auch die neue deutsch-polnische Freundschaft nachhaltig durch die Jugend und den Jugendaustausch gestärkt werden. Das Menschenrecht auf Reisefreiheit (Artikel 13) spielt hierbei eine besondere Rolle, denn dieses war den Menschen des alten Ostblocks nicht eingeräumt.

Da sich die Schulgemeinschaft unserer Partnerschule in Nowa Ruda in besonderer Weise für den Jugendaustausch mit unserer Drost-Rose-Realschule eingesetzt hat, sind wir der Meinung, dass der Schulleiter der Miejski Zespol Schule Nr. 1 unsere UN-Friedenstaube an seiner Schule entgegennehmen sollte.

So soll die UN-Friedenstaube als kleines Zeichen der Versöhnung  und der neuen Verbundenheit zwischen einer deutschen und einer polnischen Schule, und damit stellvertretend zwischen der deutschen Stadt Lippstadt und der polnischen Stadt Nowa Ruda verstanden werden.

In dieser Woche nun reiste eine Schülergruppe unserer Schule unter der Leitung von Frau Korf und Frau Wote nach Nowa Ruda im Rahmen des Jugendaustausches und hatte die UN-Friedenstaube im Gepäck, um sie dann vor Ort der Schule zu übergeben.

 

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