„Wäre ich doch nur in Polen geblieben!"

 

Am 7. Mai 2012 fuhren wir, 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 der Drost-Rose-Realschule, für fünf Tage nach Nowa Ruda zum ersten Schüleraustausch mit einer polnischen Schule. Die Kontakte entstanden durch unsere Lehrerin Frau Doppmeier, die aus dieser polnischen Stadt stammt und uns mit Frau Wote begleitete. Bei der Finanzierung unterstützte uns das Deutsch-Polnische Jugendwerk, ohne das die Fahrt nicht hätte stattfinden können.

Am Montagmorgen ging es schon um sieben Uhr los. Als wir nach der elfstündigen Busfahrt endlich kurz vor der tschechischen Grenze im Eulengebirge angekommen waren, wurden wir von den 20 polnischen Schülern und zwei polnischen Lehrerinnen an der Jugendherberge ganz herzlich empfangen. Da wir gleich  begannen, uns auf Polnisch, Deutsch, Englisch und mit Händen und Füßen zu verständigen, war das Eis schnell gebrochen und wir konnten die gemeinsamen Unternehmungen  kaum erwarten.

Nachdem wir am Dienstag eine Stadtbesichtigung gemacht und den Bürgermeister im Rathaus von Nowa Ruda besucht hatten, fuhren wir in die Schule und spielten gemeinsam mit den polnischen Schülern eine Mini-Olympiade. Anschließend wanderten wir bei herrlichem Wetter den Berg zur „Hohen Eule“ hoch, wo wir eine sehr schöne Aussicht vom Turm hatten. Am Abend saßen wir alle am Lagerfeuer, grillten polnische Würstchen, spielten witzige Spiele und sangen polnische Lieder. Jeder machte mit, so gut er konnte, und alle hatten viel Spaß.

Am nächsten Tag ging es ab nach Breslau. Dort machten wir auch eine Stadtbesichtigung und genossen die Aussicht von einem sehr hohen Kirchturm. Anschließend hatten wir etwa 3 bis 4 Stunden Zeit um zu Shoppen, worauf sich jeder gefreut hatte.

Am Donnerstag fuhren wir noch einmal zur Schule und besuchten den Unterricht. Das war sehr interessant, denn die Stunden waren fast genauso, wie wir sie von unserer deutschen Schule kennen. Anschließend wanderten wir durch das „Heuscheuergebirge", was ziemlich witzig war, weil wir uns dort durch enge Felsspalten schieben mussten. Viele von uns hatten am Abend besonders viel Spaß, weil wir zum Abschied eine Disco machten.

Am Freitagmorgen flossen schon die ersten Tränen. Alle waren sehr traurig, weil wir uns für eine längere Zeit nicht sehen werden und wir alle sehr gute Freunde geworden sind. Als wir dann zum letzten Mal an der Schule waren, hielt der Schuldirektor noch eine Rede, und alle wünschten uns eine gute Heimreise. Danach ging es zurück nach Deutschland.

Wir alle vermissen unsere neu gewonnenen Freunde und das wunderbare Wetter und freuen uns auf den Gegenbesuch der polnischen Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr.

 

vor dem Rathaus in Nowa Ruda

gegeneinander und miteinander – Flair Plays in der polnischen Schule

 

zurück